[Rezension] Obsidian - Jennifer L. Armentrout

12/14/2016


Obsidian Rezension Armentrout

Die siebzehnjährige Katy ist gar nicht begeistert, als sie vom sonnigen Florida ins graue West Virginia zieht. Über dem kleinen Städtchen scheint ein dunkles Geheimnis zu hängen, die Bewohner benehmen sich merkwürdig und angeblich wurden in den umliegenden Bergen seltsame Kreaturen gesichtet…






Viel mehr Sorgen macht sich Katy allerdings darum, wie sie, als leidenschaftliche Buchbloggerin, jetzt ohne Internet weitere Rezensionen hochladen soll. Auch die nächste Bibliothek ist meilenweit entfernt. Sie lässt sich von ihrer Mutter überreden bei ihren neuen Nachbarn zu klingeln, um vor Schulbeginn noch ein paar Kontakte zu knüpfen. Es öffnet ihr ein Junge, der so düster und geheimnisvoll ist wie die Stadt selbst. Noch dazu absolut unfreundlich aber umwerfend gutaussehend. Deamon Black. Was Katy nicht weiß, dass dieser Junge, dem sie von nun an strikt versucht, aus dem Weg zu gehen, ihr Schicksal bereits völlig verändert hat. Sie schwebt in Lebensgefahr und ahnt davon nichts…



Anfangs kam mir die Geschichte zu klischeehaft vor. Ungewollter Umzug in eine neue Stadt und ein geheimnisvoller Typ, der das Leben der Protagonistin nur unnötig erschwert. Die Geschichte kam mir dünn vor, die ganze Zeit habe ich auf die Action und eine richtige Handlung gewartet. ABER: Dieses Buch ist klassisch aufgebaut – die Spannung steigert sich immer weiter bis zu einem umwerfenden Finale! Man muss bedenken, dass es der erste Band einer fünfteiligen Reihe ist, daher ist der erste Teil dieses Buch erst einmal dafür da, die Charaktere vorzustellen. Diese sind der Autorin auch wirklich gut gelungen! Katys Gedanken sind nachvollziehbar, auch wenn mich ihre sture und teils naive Art stellenweise gestört hat. Deamon ist anfangs der klischeehafte Bad Boy, der alles daran setzt, dass diese Fassade aufrecht erhalten bleibt. Nur nach und nach bröckelt sie und ein sehr liebenswerter Deamon kommt zum Vorschein! Ansonsten ist nur noch seine Schwester Dee erwähnenswert, alle anderen Charaktere werden eher oberflächlich beschrieben.. Ich hoffe, dass in den Folgebänden noch weitere Personen im Mittelpunkt stehen und nicht immer nur Katy und Deamon. Deren Verhältnis wird aber sehr mitreißend beschrieben und die Wortgefechte zwischen den beiden sind immer wieder unterhaltsam.
In der zweiten Hälfte des Buches setzt die eigentliche Handlung dann erst so richtig an. In der ersten Hälfte fällt das extrem mysteriöse Erscheinen der Stadt und einiger Personen fast schon unter den Tisch, trotzdem erwarten man durchgehend Antworten. Auch die Bedeutung des Titels hat mich lange grübeln lassen. Die Antworten darauf haben mich kein Stück enttäuscht! Da es eine originelle Idee und kein Fantasymainstream ist, konnte man es sich auch bis zum Schluss nicht denken, was hinter der Geheimnistuerei steckt. Alles ist neu und dadurch ist alles möglich! Außerdem ist die zweite Hälfte so spannend, dass man über die seeehr langgezogenen, eher dünne Einleitung getrost hinwegsehen kann. 



„Obsidian“ hat mich anfangs stark an die „Biss“-Reihe erinnert, hat sich dann aber glücklicher Weise noch in eine ganz andere Richtung entwickelt und stellt nun eine ganz eigene, originelle Fantasygeschichte dar. Die überzeugende Beschreibung der Hauptcharaktere lässt mitfiebern und ich bin sehr gespannt auf die nächsten vier Bände!


Obsidian | von Jennifer L. Armentrout | Band 1 | Erschienen am 25.04.2014 | Verlag Carlsen | Hardcover | 400 Seiten | 18,99€ 

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